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Ratgeber

Das beste Probiotika 2026

Letzte Aktualisierung: 25. September 2026

Silke Osterhagen

Artikel am verfasst von:

Silke Osterhagen

Bakterien in unserem Darm spielen eine wichtige Rolle für unsere Gesundheit. Billionen kleine Bakterien verschiedenster Art besiedeln unseren Darm und sind nicht nur für die Verdauung, sondern auch für unser Immunsystem sehr wichtig.

Doch welches Probiotika ist das Richtige für Sie?

Neun Probiotika im Vergleich

Wir haben neun Produkte nebeneinandergelegt, von der Drogeriedose bis zum Apothekenpräparat, darunter drei, die es nur in den Niederlanden gibt.

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BildProduktStämmeKbEje TagesdosisVer­kapseltNote
MELINAVA Probiotika1810 Mrd.jaje Stamm9,4
Vanosan Effect1010 Mrd.nein8,2
Lucovitaal Super Pre & Probiotica12120 Mrd.jaje Stamm7,6
OMNi BiOTiC metabolic73 Mrd.nein7,1
Kruidvat Micro Biotica 141430 Mrd.nein6,7
Etos Microbiotica Complex Plusnicht angegeben5 Mrd.nein6,6
RenewBiome Akkermansia11 Mrd.jaje Stamm6,4
Earth’s Nurture L. Crispatus15 Mrd.nein6,2
Naturando Intestinal Floranicht angegeben5 Mrd.nein6,2

Angaben abgerufen am 25. September 2026. Die 30 Milliarden KbE bei Kruidvat gelten zum Zeitpunkt der Herstellung, nicht bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum.

Frau liest in einer Apotheke die Packung eines Nahrungsergänzungsmittels

Es sind unzählige Probiotika auf dem Markt: doch nicht alle sind wirksam.

Was unsere Darmflora schädigen und aus dem Gleichgewicht bringen kann

Die Darmflora wird von unterschiedlichen Bakterien besiedelt, die im ständigen Miteinander leben und unseren Körper schützen.

Diese Mikroorganismen sind für zahlreiche lebenswichtige Aufgaben verantwortlich und bilden ein zentrales Element der Gesundheit.

Bestimmte Lebensmittel, Gewohnheiten und Umwelteinflüsse können jedoch die Darmflora schnell in eine Schieflage bringen.

Dazu gehören z.B. Stress, Schlafmangel, Alkohol, bestimmte Medikamente (wie Antibiotika), Zucker, Rauchen, eine unausgewogene Ernährung etc.

Ein starkes Ungleichgewicht der Darmflora führt schnell zu unangenehmen Beschwerden und Folgeerkrankungen. Ein Probiotikum unterstützt den Körper auf natürliche Weise und bringt die Darmflora schnell wieder ins Gleichgewicht.

Lebensfördernde Mikroorganismen

Probiotika, bekannt für ihre gesundheitsfördernde Wirkung, haben einen Namen, der ihre lebensbejahende Funktion widerspiegelt:

Als Hybridwort setzt sich ‘Probiotikum’ aus dem lateinischen ‘pro’, was ‘für’ bedeutet, und dem griechischen ‘bios’ für ‘Leben’ zusammen, und veranschaulicht so, wie diese Mikroorganismen zur Förderung des Lebens beitragen.

Ärztin hält eine Papierdarstellung des Darms vor sich

Der Darm ist für weit mehr verantwortlich als nur für die Verdauung von Nahrung.

Unser Darm beherbergt 80% der Immunzellen

Die Zusammensetzung der Darmbakterien spielt eine entscheidende Rolle, ob gesundheitsfördernde Substanzen wie Vitamine und Mineralstoffe aufgenommen werden und ob schädliche Stoffe, Viren und Parasiten abgetötet werden können.

Durch den Wiederaufbau und die Stärkung der Darmflora wird das Immunsystem nachhaltig gestärkt. Probiotika können eine geschwächte Darmflora verbessern und das Immunsystem im Kampf gegen Krankheitserreger unterstützen.

Anzeichen einer gestörten Darmflora:

“Der gesunde Darm ist die Wurzel aller Gesundheit”

Dieses Prinzip, von Hippokrates formuliert, verdeutlicht, wie sich ein Ungleichgewicht der Darmflora auf die Gesundheit auswirken kann. Hier sind einige mögliche Anzeichen für eine gestörte Darmflora:

  • Heißhungerattacken
  • Völlegefühl
  • Durchfall oder Verstopfungen
  • Häufige Infekte
  • Blasenentzündungen
  • Allergien
  • Übergewicht
  • Müdigkeit
  • Hormonelles Ungleichgewicht
  • Akne

Wie lange dauert es die Darmflora wieder aufzubauen?

Eine geschädigte Darmflora kann durch spezielle Ernährung über mehrere Monate wieder aufgebaut werden. Dazu gehören Lebensmittel wie Kefir, Naturjoghurt, Miso oder saure Gurken. Doch nicht jeder verträgt diese teils laktosehaltigen Lebensmittel gut.

Probiotika können die Regeneration der Darmflora beschleunigen. Je nach Ziel können folgende Zeiträume empfohlen werden:

  • Präventiv: 4 - 6 Wochen Probiotika alle ein bis zwei Jahre.
  • Nach Antibiotikabehandlung: 2 Monate Probiotika.
  • Bei chronischen Erkrankungen: 3 Monate Probiotika, gefolgt von einer erneuten Anwendung nach 6 Monaten.

Diese Zeiträume sind Richtwerte; die Behandlung kann individuell angepasst werden.

Vorteile von der Einnahme von Probiotika:

Die gezielte Einnahme von hochwertigen Probiotika kann zahlreiche gesundheitliche Vorteile bieten:

  • Wiederaufbau der Darmflora
  • Stärkung des Immunsystems
  • Verbesserung des Hautbilds
  • Verbesserung der Stimmung & des allgemeinen Wohlbefindens

Durchschnittliche Symptomverbesserung des Reizdarmsyndroms (RDS) durch Probiotika, Einnahme über 4 Wochen

Probiotika fördern das Wachstum nützlicher Bakterien im Darm und können so das Gleichgewicht der Mikrobiota wiederherstellen. Eine regelmäßige Einnahme über 4 Wochen hat sich als wirksam bei der Linderung der Symptome des Reizdarmsyndroms erwiesen.

Nach Antibiotika: Wiederaufbau der Darmflora

Antibiotika sind zwar wirksam bei der Bekämpfung von bakteriellen Infektionen, sie können jedoch auch die nützlichen Bakterien im Verdauungstrakt abtöten, was zu einer Dysbiose führen kann.

Nach einer Antibiotika-Einnahme bieten Probiotika viele Vorteile, um den Körper bei der Regeneration zu unterstützen.

  • Wiederherstellung der Darmflora: Probiotika unterstützen die Wiederherstellung der Darmflora, indem sie die Anzahl der nützlichen Bakterien im Darm erhöhen und gleichzeitig das Wachstum schädlicher Bakterien hemmen.
  • Stärkung des Immunsystems: Probiotika unterstützen die Immunfunktion, indem sie die Produktion von Immunzellen anregen und die Aktivität von Entzündungsreaktionen reduzieren. Sie helfen, das Immunsystem zu stärken und die Abwehrkräfte des Körpers zu verbessern.
  • Durchfall-Prävention: Antibiotika-assoziierte Durchfälle sind eine häufige Nebenwirkung der Antibiotika-Therapie. Probiotika, wie bestimmte Stämme von Lactobacillus und Bifidobacterium, können das Risiko von Durchfall stark reduzieren.
  • Unterstützung der Verdauung: Probiotika verbessern die Verdauungsfunktion, indem sie den Abbau von Nahrungsmitteln unterstützen, die Produktion von Verdauungsenzymen fördern und die Aufnahme von Nährstoffen erleichtern. Nach der Einnahme von Antibiotika helfen sie, die Verdauung zu normalisieren und Verdauungsstörungen zu reduzieren.
  • Förderung der mentalen Gesundheit: Es gibt eine wachsende Erkenntnis über die Verbindung zwischen Darmgesundheit und mentaler Gesundheit. Probiotika können dazu beitragen, das Risiko von Stimmungsstörungen wie Angst und Depression zu reduzieren.

Was man beim Kauf von Probiotika vermeiden sollte

Bei der Einnahme von Präparaten müssen Sie darauf achten, dass keine Zusatzstoffe enthalten sind, die die Vorteile, für die Sie das Präparat einnehmen, zunichte machen könnten.

Bei der Suche nach Ihren Probiotika sollten Sie darauf achten, dass Sie diese vermeiden:

  • Geringe Dosierung
  • Verwendung minderwertiger Bakterienstämme
  • Gelatine
  • Künstliche Färbung
  • keine magensaftresistenten Kapseln
  • Alle Allergene, die Sie direkt betreffen können, wie Soja, Gluten und Laktose

Besonders effektiv: Mikroverkapselung

Bei der Mikroverkapselung werden Probiotika in eine schützende Hülle aus natürlichen Materialien wie Alginat oder Proteinen eingebettet. Diese Barriere schützt sie vor Magen- und Gallensäuren und setzt sie erst im Darm frei, an ihrem Wirkort.

Vorteile:

  • Höhere Überlebensrate. Mehr lebende Bakterien erreichen den Darm
  • Gezielte Freisetzung. Schutz vor frühzeitiger Zersetzung
  • Längere Haltbarkeit. Stabil gegenüber Feuchtigkeit, Hitze & Sauerstoff
  • Bessere Wirksamkeit. Effektivere Unterstützung der Darmflora
  • Mildere Verträglichkeit. Weniger Blähungen & Unverträglichkeiten

Im Vergleich zu ungeschützten Probiotika bietet die Mikroverkapselung eine höhere Stabilität und bessere Aufnahme für eine optimale Darmgesundheit.

Überlebensrate der Probiotika im Vergleich

Die neun Produkte im Test

Das richtige Probiotika zu finden ist nicht leicht.

Deshalb untersuchen wir Probiotika auf die folgenden fünf Faktoren:

Bakterienstämme. Welche sind enthalten, und stehen sie mit Namen auf dem Etikett?

Studienlage. Gibt es Untersuchungen zu genau diesen Stämmen?

Dosierung. Wie viel, und passt das zu dem, der es kauft?

Reinheit und Allergene. Was ist sonst noch drin?

Schutz und Aufnahme. Was passiert zwischen Mund und Darm?

Die Gesamtnote ist der Mittelwert dieser fünf. Keine Gewichtung, keine Korrektur im Nachhinein.

Der wichtigste Faktor: Wie ist das Probiotika zusammengesetzt?

Derzeit sind über 5000 verschiedene Bakterienarten bekannt, die in unserem Darm vorkommen. Doch nicht alle davon sind sinnvoll und gehören in ein Probiotika. Viele Produkte enthalten oft nur eine begrenzte Anzahl von Bakterienstämmen (z.B. nur 5 Stämme) und werben gleichzeitig mit einer hohen Dosierung.

Wichtige Bakterienstämme, die für eine erfolgreiche Darmsanierung wichtig sind, sind teuer in der Produktion und in billigen Präparaten oft nicht zu finden.

Drei der wichtigen Bakterienstämme sind:

  • Bifidobacterium infantis: bei Säuglingen gehört dieser Stamm zu den am häufigsten vertretenen Bakterien im Darm. Es schützt den Darm vor pathogenen Keimen, indem es Milch- und Essigsäure aus Zuckermolekülen synthetisiert. Zusätzlich produziert es verschiedene B-Vitamine. In Studien konnte beobachtet werden, dass es vermehrt zu Allergien kommt wenn der Darm nicht ausreichend mit diesem Stamm besiedelt ist.
  • Lactobacillus gasseri: dieser Stamm produziert aus Zucker sogenannte Milchsäure, sodass Krankheitserreger schlechte Lebensbedingungen haben. Zusätzlich wurde in Studien beobachtet, dass eine Einnahme von diesem Bakterium Allergiesymptome stark reduzieren kann.
  • Lactobacillus paracasei: dieser Bakterienstamm wirkt gegen Pilze und Pilzbefall. In Studien konnte beobachtet werden, dass entzündliche Zellaktivitäten im Magen-Darmtrakt verringert wurden und die Darmgesundheit verbessert werden kann. Es ist in der Lage stressbedingten Darmproblemen vorzubeugen und zu behandeln.

Diese Bakterienstämme sollten immer in einem Probiotika enthalten sein, da sie erwiesenermaßen einen großen Effekt auf unsere Darmgesundheit haben.

Alle Teilnoten im Überblick

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Alle Teilnoten je Produkt und je Kriterium
ProduktStämmeStudienlageDosierungReinheitSchutzEndnote
MELINAVA Probiotika9,69,29,09,29,89,4
Vanosan Effect8,27,89,08,67,48,2
Lucovitaal Super Pre & Probiotica7,86,67,07,68,87,6
OMNi BiOTiC metabolic6,28,05,68,47,27,1
Kruidvat Micro Biotica 147,66,08,26,65,26,7
Etos Microbiotica Complex Plus5,46,06,88,66,06,6
RenewBiome Akkermansia4,27,64,47,68,06,4
Earth’s Nurture L. Crispatus4,06,26,49,05,66,2
Naturando Intestinal Flora4,85,46,07,67,26,2

Die neun Produkte im Einzelnen

PLATZ 1

MELINAVA Probiotika

von MELINAVA


9,4 / 10
Sehr Gut

Stämme 9,6 / 10
Studienlage 9,2 / 10
Dosierung 9,0 / 10
Reinheit 9,2 / 10
Schutz 9,8 / 10

Das gefällt uns:

  • 18 Bakterienstämme, die höchste Zahl im Vergleich
  • 10 Milliarden KbE je Tagesdosis
  • Jeder Stamm einzeln mikroverkapselt, dazu eine magensaftresistente Kapsel
  • Alle 18 Stämme stehen namentlich auf der Produktseite
  • Laut Hersteller wird jede Charge von einem unabhängigen Labor geprüft
  • Soja-, gluten- und laktosefrei
  • Ohne Konservierungsstoffe, ohne Allergene
  • Ohne Gentechnik
  • Eine Kapsel am Tag

Das gefällt uns nicht:

  • Nur online beim Hersteller erhältlich
  • Hoch dosiert und deshalb nichts für Kinder und Schwangere
Tagesdosis: 1 Kapsel täglich, 30 Kapseln je Packung

Auswertung

Melinava Probiotika vereint 18 Bakterienstämme in einer Tagesdosis von 10 Milliarden KbE. Das ist eine breite Grundlage, und sie ist für Erwachsene mit tatsächlichen Beschwerden gedacht, nicht als Erhaltungsdosis für die ganze Familie.

Den Ausschlag gibt für uns der Schutz. Melinava ist eines von drei Produkten im Vergleich, bei denen nicht nur die Kapsel magensaftresistent ist, sondern zusätzlich jeder Stamm einzeln mikroverkapselt wird. Was das im Labor ausmacht, steht weiter oben: 87 gegen 49 Prozent überlebende Zellen im simulierten Darmsaft, gemessen an einer anderen Kultur, nicht an Melinava.

Die drei Stämme

Von den drei Stämmen, die wir weiter oben als besonders wichtig beschrieben haben, stehen Bifidobacterium infantis und Lactobacillus gasseri in der Liste, Lactobacillus paracasei nicht. Dafür sind alle 18 Stämme namentlich genannt, und das schafft im Vergleich nur ein weiteres Produkt. Daher die 9,2 bei der Studienlage, der höchste Wert im Test.

Wo es Punkte verliert

Die Verfügbarkeit. Es gibt das Produkt ausschließlich direkt beim Hersteller.

Bakterienstämme

  1. Bifidobacterium animalis lactis
  2. Bifidobacterium breve
  3. Bifidobacterium bifidum
  4. Bifidobacterium longum
  5. Bifidobacterium infantis
  6. Lactobacillus reuteri
  7. Lactobacillus gasseri
  8. Lactobacillus acidophilus
  9. Lactobacillus casei
  10. Lactobacillus plantarum
  11. Lactobacillus rhamnosus
  12. Lactobacillus bulgaricus
  13. Bifidobacterium animalis
  14. Lactobacillus fermentum
  15. Lactobacillus salivarius
  16. Enterococcus faecium
  17. Lactococcus lactis
  18. Streptococcus thermophilus

Melinava belegt in unserem Vergleich den ersten Platz (Stand: September 2026).

Eine Packung enthält dreißig Kapseln und reicht bei einer Kapsel täglich dreißig Tage. Weiterführende Informationen finden Sie auf der Seite des Herstellers.

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PLATZ 2

Vanosan Effect

von VANOSAN


Vanosan Effect, 30 Kapseln
8,2 / 10

Stämme 8,2 / 10
Studienlage 7,8 / 10
Dosierung 9,0 / 10
Reinheit 8,6 / 10
Schutz 7,4 / 10

Das gefällt uns:

  • 10 Bakterienstämme, alle namentlich auf dem Etikett
  • 10 Milliarden KbE am Tag, genauso viel wie der Testsieger
  • Magensaftresistente Kapsel
  • Ohne Konservierungsstoffe, ohne Allergene
  • Eine Kapsel am Tag

Das gefällt uns nicht:

  • Keine Mikroverkapselung, nur eine schützende Kapsel
  • Nur zehn Stämme, deutlich schmaler als der Testsieger
  • Nur online erhältlich
Tagesdosis: 1 Kapsel täglich

Auswertung

Bei der Dosierung macht Vanosan alles richtig: 10 Milliarden KbE am Tag, genauso viel wie beim Testsieger, in einer magensaftresistenten Kapsel, einmal schlucken und fertig. Beim Einzelkauf kostet das rund ein Drittel weniger als der Testsieger. Beim Verhältnis von Tagesdosis zu Preis liegt Vanosan hier vorn.

Die Zusammensetzung fällt schmaler aus. Zehn Stämme genügen, um eine intakte Darmflora zu erhalten. Von den oben genannten Schlüsselstämmen ist einer enthalten.

Wo es Punkte verliert

Der Schutz. Eine magensaftresistente Kapsel bringt die Bakterien durch den Magen, danach sind sie auf sich gestellt. Wie viel davon im Darm ankommt, zeigt Vanosan nicht, und Messungen je Charge veröffentlicht die Marke nicht.

Sie bekommen dieselbe Tagesdosis, beim Einzelkauf für weniger Geld. Was Sie nicht bekommen, ist der Beleg, dass diese Dosis auch ankommt. Bei Schutz und Aufnahme steht Vanosan bei 7,4 gegen 9,8 beim Sieger. Im Dreierpaket schrumpft der Preisvorsprung auf sieben Cent am Tag.

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PLATZ 3

Lucovitaal Super Pre & Probiotica

von LUCOVITAAL


Lucovitaal Super Pre und Probiotica, 14 Kapseln
7,6 / 10

Stämme 7,8 / 10
Studienlage 6,6 / 10
Dosierung 7,0 / 10
Reinheit 7,6 / 10
Schutz 8,8 / 10

Das gefällt uns:

  • 120 Milliarden KbE je Kapsel, die mit Abstand höchste Dosis im Vergleich
  • 12 Bakterienstämme, mit Namen und Menge auf dem Etikett
  • Mikroverkapselung der Stämme, dazu eine magensaftresistente Kapsel
  • 50 mg FOS als Präbiotikum
  • Eine Kapsel am Tag

Das gefällt uns nicht:

  • 14 Kapseln je Schachtel, also nach zwei Wochen leer
  • Keiner der oben genannten Schlüsselstämme ist enthalten
  • Das Etikett warnt selbst vor Bauchkrämpfen und Durchfall bei hohen Dosierungen
  • In Deutschland nicht im Handel
Tagesdosis: 1 Kapsel täglich

Bei Kruidvat ansehen

Auswertung

Technisch ist das nach dem Testsieger das aufwendigste Produkt im Vergleich: 120 Milliarden KbE, mikroverkapselt und zusätzlich in einer magensaftresistenten Kapsel, zwölf Stämme mit Menge auf dem Etikett.

Wo es Punkte verliert

Die Reichweite. Vierzehn Kapseln sind nach zwei Wochen aufgebraucht, und eine Kur über zwei Wochen ist keine Kur.

Die Auswahl der Stämme. Von den drei Stämmen, auf die wir geachtet haben, ist keiner enthalten.

Die Warnung auf der Packung. Der Hersteller weist selbst auf Bauchkrämpfe und Durchfall bei hohen Dosierungen hin. Bei 120 Milliarden ist das keine Formalie.

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PLATZ 4

OMNi BiOTiC metabolic

von OMNi BiOTiC


OMNi BiOTiC metabolic, 30 Portionsbeutel
7,1 / 10

Stämme 6,2 / 10
Studienlage 8,0 / 10
Dosierung 5,6 / 10
Reinheit 8,4 / 10
Schutz 7,2 / 10

Das gefällt uns:

  • Magensaftresistentes Pulver
  • Herstellung in Deutschland
  • Vegetarisch
  • Frei von tierischen Eiweißen, Gluten und Hefe
  • Ein Beutel am Tag
  • Der Hersteller veröffentlicht Untersuchungen zur eigenen Stammkombination

Das gefällt uns nicht:

  • Nur sieben Bakterienstämme
  • 3 Milliarden KbE, eine der niedrigsten Dosen im Vergleich
  • Hoher Preis für das, was drin ist
  • Keiner der oben genannten Schlüsselstämme ist enthalten
Tagesdosis: 1 Portionsbeutel täglich

Auf Amazon ansehen

Auswertung

Das einzige Produkt im Vergleich, für dessen Stammkombination der Hersteller eigene Untersuchungen veröffentlicht. Dafür gibt es bei der Studienlage 8,0, den zweitbesten Wert des Feldes.

Wo es Punkte verliert

Die Dosis. Drei Milliarden KbE sind weniger als ein Drittel des Testsiegers. Sieben Stämme sind zudem die kleinste Auswahl unter den Mehrstammpräparaten.

Das Verhältnis. Drei Milliarden Bakterien aus sieben Stämmen sind gemessen an dem, was andere Präparate im Feld liefern, wenig.

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PLATZ 5

Kruidvat Micro Biotica 14

von KRUIDVAT


Kruidvat Micro Biotica 14 Bakterienstämme, 20 Kapseln
6,7 / 10

Stämme 7,6 / 10
Studienlage 6,0 / 10
Dosierung 8,2 / 10
Reinheit 6,6 / 10
Schutz 5,2 / 10

Das gefällt uns:

  • 14 Bakterienstämme, alle mit Namen und Menge auf dem Etikett
  • 30 Milliarden KbE je Kapsel
  • Magensaftresistente Kapsel
  • Für Vegetarier geeignet
  • Herstellung in den Niederlanden

Das gefällt uns nicht:

  • Die KbE-Zahl gilt zum Zeitpunkt der Herstellung, nicht bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum
  • Keine Mikroverkapselung der einzelnen Stämme
  • Enthält neben den Bakterien Ingwerwurzelpulver, Vitamin C und Füllstoffe
  • 20 Kapseln je Packung, also nach zwanzig Tagen leer
  • Laut Etikett nicht für Personen unter 18 Jahren
  • In Deutschland nicht im Handel
Tagesdosis: 1 Kapsel täglich

Bei Kruidvat ansehen

Auswertung

Die Drogerie-Eigenmarke ist bei der Deklaration genauer, als man erwartet: alle vierzehn Stämme stehen mit Namen und Menge auf dem Etikett, und 30 Milliarden KbE je Kapsel sind ein hoher Wert.

Wo es Punkte verliert

Der Stichtag. Die Zahl gilt zum Zeitpunkt der Herstellung. Bakterien sterben über die Lagerzeit ab, wie viele am Ende der Haltbarkeit noch leben, steht nirgends.

Die Zutatenliste. Neben den Kulturen stehen dort Ingwerwurzelpulver, Vitamin C und Füllstoffe. Für ein Produkt, das die Darmflora aufbauen soll, ist das Beiwerk.

Die Reichweite. Zwanzig Kapseln sind nach zwanzig Tagen aufgebraucht, und eine Kur endet selten so pünktlich.

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PLATZ 6

Etos Microbiotica Complex Plus

von ETOS


Etos Microbiotica Complex Plus, 60 Kapseln
6,6 / 10

Stämme 5,4 / 10
Studienlage 6,0 / 10
Dosierung 6,8 / 10
Reinheit 8,6 / 10
Schutz 6,0 / 10

Das gefällt uns:

  • Vegan
  • Magensaftresistente Kapseln
  • Enthält L-Glutamin und FOS als Präbiotikum
  • 60 Kapseln je Packung

Das gefällt uns nicht:

  • Die Anzahl der Bakterienstämme steht nirgends
  • Gut 5 Milliarden KbE, etwa die Hälfte des Testsiegers
  • Die Dosierung reicht von einer bis zu drei Kapseln täglich, ohne Erklärung, wann eine und wann drei
  • Keine Mikroverkapselung
  • In Deutschland nicht im Handel
Tagesdosis: 1 bis 3 Kapseln täglich

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Auswertung

Das günstigste Produkt im Vergleich, und bei den Zusatzstoffen ohne Auffälligkeiten: vegan, magensaftresistent, mit L-Glutamin und FOS als Präbiotikum.

Wo es Punkte verliert

Die Stämme. Auf der Packung steht nicht, wie viele Stämme enthalten sind, geschweige denn welche. Bei einem Produkt, das die Darmflora gezielt zusammensetzen soll, ist das die entscheidende Lücke.

Die Dosierung. Ein bis drei Kapseln täglich, ohne einen Satz dazu, wann man eine nimmt und wann drei. Damit schwankt auch die Reichweite der Packung um den Faktor drei.

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RenewBiome Akkermansia, 30 Kapseln
Platz 7

RenewBiome Akkermansia

von NATVIE HEALTHCARE

6,4 / 10

Technisch ist das Präparat aufwendig gemacht: die Kapsel ist magensaftresistent, und der Stamm ist dreifach mikroverkapselt. Zu Akkermansia muciniphila sind in PubMed über zweitausend Arbeiten erfasst, mehr als zu jedem der drei Stämme, die wir als Maßstab nehmen.

Das Problem ist die Rechnung. Eine Milliarde KbE aus einem einzigen Stamm. Das ist die niedrigste Dosis in diesem Vergleich. Zum Vergleich: Platz drei liefert 120 Milliarden.

Stämme 4,2 · Studienlage 7,6 · Dosierung 4,4 · Reinheit 7,6 · Schutz 8,0 · Gesamtnote 6,4

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Frau hält die Hände schützend um ihren Bauch

In jedem von uns leben mehr Darmbakterien als menschliche Zellen. Mehr als 500 verschiedene Bakterienstämme sind in unserem Darm zu Hause.

Earth’s Nurture L. Crispatus, 90 Kapseln
Platz 8

Earth’s Nurture L. Crispatus

von EARTH’S NURTURE

6,2 / 10

Sauber verarbeitet, für diesen Zweck aber das falsche Produkt. Keine künstlichen Füllstoffe, vegan, allergenfrei, und mit 90 Kapseln kommt man drei Monate aus, für weniger als dreißig Cent am Tag.

Nur steckt ein einziger Stamm darin, Lactobacillus crispatus, und die Packung bewirbt ihn ausdrücklich als Formel für Frauen, ausgelegt auf die Vaginalflora. Für den Aufbau der Darmflora ist das die falsche Wahl, so rein es sonst auch ist.

Stämme 4,0 · Studienlage 6,2 · Dosierung 6,4 · Reinheit 9,0 · Schutz 5,6 · Gesamtnote 6,2

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Naturando Intestinal Flora, 20 Kapseln
Platz 9

Naturando Intestinal Flora

von NATURANDO

6,2 / 10

Die Kapsel ist magensaftresistent, und ein Präbiotikum ist enthalten: Arabinogalaktane aus Lärchenholz. Das ist mehr, als die meisten günstigen Dosen bieten.

Aber die Anzahl der Stämme steht nirgends, weder auf der Schachtel noch im Shop, und mit 5 Milliarden je Kapsel liegt man bei der Hälfte des Testsiegers. Mit zwanzig Kapseln ist die Packung zudem nach zwanzig Tagen leer.

Stämme 4,8 · Studienlage 5,4 · Dosierung 6,0 · Reinheit 7,6 · Schutz 7,2 · Gesamtnote 6,2

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Die Balance im Darm ist wichtig

Um eine funktionierende Darmflora zu gewährleisten, ist es wichtig, dass diese in der Balance gehalten wird. Mit der Verdauung der Nahrung übernimmt der Darm bereits eine lebenswichtige Funktion. Doch tatsächlich kann dieses Organ weitaus mehr. Betrachtet man dieses komplexe Ökosystem mit den Hunderten verschiedenen Arten an Mikroorganismen und der Zahl der Bakterien, welche mindestens im zweistelligen Billionenbereich liegt, entsteht eine Ahnung der wichtigen Prozesse, welche dort ablaufen.

Da knapp 80 % der Immunabwehrzellen im Darm befindlich sind, ist ein gesunder Darm oder vielmehr eine gesunde Darmflora wichtig für die allgemeine körperliche Gesundheit und das Wohlgefühl.

Der Darm ist die erste Barriere der Krankheitserreger und verhindert die Ansiedlung von schädlichen Keimen.

Aber auch das seelische Wohlbefinden und der Darm stehen in einem Zusammenhang zueinander. Stress, Angstzustände und weitere negativ aufregende Gefühle können schnell dafür sorgen, dass die empfindliche Darmflora aus dem Gleichgewicht gerät.

Auch auf die Dopaminproduktion hat der Darm eine große Auswirkung

Dopamin ist ein Neurotransmitter (eine Substanz, welche Botenstoffe von Nervenzellen aus durch den Körper transportieren), welcher im zentralen Nervensystem fungiert. Dopamin sorgt für Glücksgefühle und positive Empfindungen. Da die Darmbakterien zur Ausschüttung von Dopamin beitragen, kann hier ein Kreislauf entstehen. Zu vergleichen ist die Ausschüttung von Dopamin beispielsweise mit der Ausschüttung von Adrenalin wie bei sportlicher Aktivität, da diese ähnlich funktionieren und für vergleichbare Gefühle sorgen.

Die durcheinandergeratene Darmflora kann die Ausschüttung von Dopamin nicht mehr ausreichend unterstützen, was zu seelischem Unwohlsein führt. Wie oben schon erwähnt, sind negative Gefühle, Verstimmungen, Wut oder Angst jedoch nicht gerade zuträglich für die Darmflora. Diese Negativspirale wird unterbrochen, sobald der Darm in sein Gleichgewicht zurückfindet. Auf diese Weise stellt sich also nicht nur ein Wohlgefühl im Darm, sondern auch in der Gefühlswelt ein.

Übrigens existieren Studien zum Zusammenhang der gesunden Darmflora und Alzheimer.

Milchsäurebakterien sind verantwortlich für zahlreiche Funktionen

Zu den wichtigsten natürlich in unserem Körper vorkommenden Darmbewohnern zählen die Milchsäurebakterien. Sie produzieren Milchsäure und Essigsäure. Diese wird im Darm benötigt, um ein saures Milieu zu erzeugen. Diese Milchsäurebakterien, wie sie auch in Probimol enthalten sind, helfen also dabei, das normale und saure Milieu im Darm zu schaffen und zu erhalten.

Selbstverständlich greift man nun bei einer ausgewogenen und gesundheitsfördernden Ernährung auf Lebensmittel zurück, welche man auch als probiotisch bezeichnet. Diese enthalten besonders große Anteile an den für uns so wichtigen Darmbakterien. Hierzu zählen zum Beispiel:

  • Joghurt: Nicht nur probiotisch, sondern ebenfalls zuträglich für die Knochendichte und einen normalen Blutdruck ist Joghurt sehr gesund.
  • Kefir: Das Getränk kann aus Kuhmilch, Ziegenmilch oder aus Schafsmilch hergestellt werden. Außerdem kann Kefir entzündungshemmend wirken.
  • Sauerkraut: Sauerkraut ist fermentierter Kohl. Weißkohl und auch Spitzkohl werden zur Herstellung verwendet. Mit Vitamin-C, Vitamin B-12 und reich an Ballaststoffen sollte es am besten frisch und roh genossen werden.
  • Käse: Beispielsweise Gouda, Parmesan oder Mozzarella eignen sich hervorragend. Mit zunehmendem Alter steigen die probiotischen Eigenschaften.
  • Apfelessig: Natürlicher Apfelessig ist etwas trüb, weist eine goldene Farbgebung auf und ist ein natürliches probiotisches Lebensmittel.

Die Lagerung, das Erhitzen und andere Umstände setzen den wertvollen Milchsäurebakterien in diesen Nahrungsmitteln leider sehr zu. Auch der Verdauungsprozess sowie Hitze und Feuchtigkeit reduzieren die Anzahl der Milchsäurebakterien noch einmal. So gelangt nicht immer das in den Darm, was dort benötigt wird. Sind Lebensmittel fermentiert, also gut für die Darmflora, kommt nicht selten kaum die Hälfte der enthaltenen Probiotika wirklich im Dickdarm an.

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Referenzen

  1. Neue Mikrobiomstudien Alzheimer durch Darmbakterien?
  2. FECYT - Spanische Stiftung für Wissenschaft und Technologie (2012) https://www.sciencedaily.com/releases/2012/01/120110102058.htm
  3. Norman, A. W. (2008). Vom Vitamin D zum Hormon D: Grundlagen des endokrinen Vitamin-D-Systems für eine gute Gesundheit. The American Journal of Clinical Nutrition, 491-499.
  4. Grant, W. B., Al Anouti, F., & Moukayed, M. (2020). Gezielte Messungen der 25-Hydroxyvitamin-D-Konzentration und Vitamin-D3-Supplementierung können für Patienten und die öffentliche Gesundheit von großem Nutzen sein. European Journal of Clinical Nutrition.
  5. Beulens, J. W., Booth, S. L., van den Heuvel, E. G., Stoecklin, E., Baka, A., & Vermeer, C. (2013). Die Rolle der Menachinone (Vitamin K 2) für die menschliche Gesundheit. British Journal of Nutrition, 1-12.
  6. https://www1.wdr.de/radio/wdr2/themen/servicezeit/darm-102.html
  7. https://www.planet-wissen.de/sendungen/sendung-darm100.html
  8. https://www.quarks.de/gesundheit/medizin/probiotika-tausendsassa-oder-rohrkrepierer/
  9. https://link.springer.com/article/10.1007/s12602-013-9148-9
  10. https://link.springer.com/article/10.1007/s00784-010-0423-9
  11. https://academic.oup.com/ajcn/article/105/3/758/4569700